Was ist ein Slutwalk?

„Frauen sollten sich nicht wie Schlampen anziehen, wenn sie nicht vergewaltigt werden wollen“ 


Mit diesem Satz löste vor mehr als vier Jahren ein Polizist aus Toronto eine weltweite Protestwelle aus.
Bei den sogenannten Slutwalks protestieren seither jährlich tausende Menschen überall auf der Welt dagegen, dass viel zu häufig den Opfern eine Mitschuld an Vergewaltigungen zugesprochen wird.
Slutwalks wenden sich gegen Sexismus und gegen die Rechtfertigung und Verharmlosung von sexualisierter Gewalt. Nicht "der zu kurze Rock" oder "der Alkohol" sind Schuld an sexuellen Übergriffen, Schuld trägt immer einzig und allein der Täter bzw. die Täterin (ca. 1% der Vergewaltigungen werden von Frauen begangen).
Mythen, die die Tat rechtfertigen und dem Opfer die Verantwortung geben, tragen dazu bei, dass nur ein Bruchteil der Vergewaltigungen überhaupt angezeigt und in den wenigsten Fällen verurteilt wird.
Wir leben in einem Rechtsstaat, in dem sexuelle Gewalt faktisch straflos ist, denn laut § 177 StGB ist ein sexueller Übergriff gegen den Willen einer Person nicht strafbar.
Deshalb steht der Slutwalk 2015 unter dem Motto „Für die Reformierung des §177 StGB – sexuelle Gewalt verurteilen“! Wir fordern, dass die Schutzlücken im Sexualstrafecht geschlossen werden.
Demonstriert mit uns für eine Welt ohne Sexismus, sexualisierte Gewalt und Diskriminierung aufgrund von Geschlecht oder sexueller Orientierung, eine Welt, in der die sexuelle Selbstbestimmung voraussetzungslos geschützt ist! Dafür wollen wir gemeinsam auf die Straße gehen.

Wir setzen uns für Vielfalt und Gleichberechtigung ein, Nazis und Rassisten haben auf unserer Demo nichts verloren.

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