Kampagne 2017

„Frauen sollen sich nicht wie Schlampen anziehen, wenn sie nicht vergewaltigt werden wollen.“ Diese Aussage eines Polizisten löste 2011 weltweit Proteste aus. Seitdem sammeln
sich jedes Jahr tausende von Menschen zu sogenannten „Slutwalks“, um dagegen zu protestieren, dass immer noch viel zu häufig Opfern sexualisierter Gewalt eine Mitschuld
zugesprochen wird. Oft heißt es: „So wie du angezogen bist, musst du dich ja nicht wundern, wenn dir jemand an den Hintern fasst“. Damit werden sexualisierte Gewalt und Belästigung nicht als gesellschaftliches Problem anerkannt, sondern die Verantwortung auf die Betroffenen abgewälzt.
Seit November 2016 reicht endlich ein „Nein“, damit ein sexueller Übergriff auch strafrechtlich als solcher anerkannt wird. Dies ist ein Meilenstein für den Schutz der sexuellen Selbstbestimmung. Dass diese Vorstellung aber in den Köpfen vieler Menschen noch nicht angekommen ist, zeigt eine Studie aus demselben Jahr – danach halten 27% der EU-Bürger*Innen eine Vergewaltigung unter bestimmten Umständen für gerechtfertigt, z.B. wenn das Opfer betrunken, knapp bekleidet oder alleine unterwegs ist. Nein! Jeder Mensch hat ein Recht darauf, nein zu sagen und dass dieses auch gehört und akzeptiert wird. Egal, in welcher Situation und zu welchem Zeitpunkt. Es gibt kein Verhalten, das Vergewaltigung oder sexuelle Belästigung rechtfertigt oder entschuldigt. Die Verantwortung tragen immer einzig und allein die Täter*innen (ca. 1% aller Vergewaltigungen werden von Frauen begangen)!







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