Mittwoch, 20. April 2016

Flyertext 2016, was uns diesmal besonders wichtig ist.

Liebe Freunde des Slutwalk München, hier ist der Text der im Jahre 2016 vermitteln soll, was uns dieses mal besonders am Herzen liegt.

Und hier geht's los:

Slutwalk 2016 – gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus
Frauen sollten sich nicht wie Schlampen anziehen, wenn sie nicht vergewaltigt werden wollen"
Mit diesem Satz löste ein Polizist 2011 weltweite Proteste aus. Bei den sogenannten Slutwalks gehen seither jedes Jahr tausende Menschen auf die Straße, um dagegen zu protestieren, dass immer noch viel zu häufig den Opfern von sexualisierter Gewalt eine Mitschuld zugesprochen wird. "Hättest du mal nicht so viel getrunken, dann wäre dir das nicht passiert", "so wie du angezogen bist, musst du dich ja nicht wundern". Falsche Behauptungen über sexualisierte Gewalt wie diese, sogenannte Vergewaltigungsmythen, gibt es viele. Gemein ist ihnen, dass sie sexualisierte Gewalt nicht als gesellschaftliches Problem anerkennen, sondern die Verantwortung auf die Betroffenen abwälzen.
Seit Silvester kursiert in Deutschland ein neuer Vergewaltigungsmythos: "Der muslimische Mann" soll nun schuld daran sein, dass es in Deutschland so häufig zu sexuellen Übergriffen kommt. "Wärst du halt nicht mit dem mitgegangen" heißt es nun. Geflüchtete werden unter Generalverdacht gestellt sexuell gewalttätig zu sein. Verbrechen werden jedoch von individuellen Menschen, nicht von Gruppen oder Religionen begangen. Sexismus und sexualisierte Übergriffe gehören zum Alltag jeder Frau, sie finden in allen Teilen der Gesellschaft statt und werden von Tätern aus allen Schichten und jeglicher Herkunft verübt.
Wir wehren uns dagegen, dass Sexismus und sexualisierte Gewalt für rassistische Stimmungsmache instrumentalisiert und verharmlost werden!

Der Kampf gegen sexualisierte Gewalt darf nicht nur dann Aufmerksamkeit finden, wenn die Täter die vermeintlich „Anderen“ und die Opfer vermeintlich weiße Frauen sind. Wir fordern eine effektive Strafverfolgung von allen Sexualstraftätern, die Schutzlücken im Sexualstrafrecht müssen endlich geschlossen werden. Wir fordern außerdem, dass geflüchtete Frauen, die häufig sexualisierte Gewalt im Herkunftsland, auf der Flucht aber auch hier in Deutschland erleben, in den Unterkünften ausreichend geschützt werden.

Dafür wollen wir gemeinsam auf die Straße gehen. Demonstriert mit uns am

16. Juli um 13 Uhr am Karlsplatz/Stachus

für sexuelle Selbstbestimmung und den Schutz vor Gewalt für Alle!
Das Opfer ist niemals selbst schuld!

Es spielt keine Rolle, was ihr anzieht und welches Geschlecht ihr habt, ihr seid immer willkommen.
Wir setzen uns für Vielfalt und Gleichberechtigung ein, Nazis und Rassisten haben auf unserer Demo nichts verloren. Die Veranstaltung ist nicht parteigebunden organisiert. Daher sind Fahnen oder Werbematerialien von Parteien bitte zuhause zu lassen.
Vielen Dank dafür! 


Merkt euch den Termin und erscheint zahlreich ihr tollen Wesen.

xoxo, euer 




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